Heilige Quellen in Kärnten
 

"Kehren wir dorthin zurück, wo im ewigen Kreislauf des Wassers wieder alles beginnt – zur Quelle."

Schon vor tausenden von Jahren wussten Menschen von der Kraft des Wassers und seinen regenerativen Möglichkeiten. Sie errichteten ihre heiligen Tempel neben „heiligen“ Brunnen. Trotz unzähliger Untersuchungen ist das Wasser auch heute noch von vielen Geheimnissen umgeben und vielleicht gelingt es auf dieser Basis doch zu akzeptieren, warum manche Quellen für uns besonders sind; sie entspringen an energiereichen Plätzen und transportieren die Kraft der Erde in die Welt.

Wasser ist für uns lebensnotwendig und neben dem Gebrauch im Alltag stand es immer schon im Mittelpunkt sowohl für kultische Handlungen und Brauchtum, als auch bei Wallfahrten und Gebeten.
Die Vorstellung, Wasser übertrage Himmelskräfte, ist eine sehr alte. Bei den Priestern der archaischen Muttergöttin löschte die „heilige Quelle“ nicht nur den Durst des Körpers, der Materie also, sie versorgte den Geist mit Wissen und trug die Gedanken und Gebete der Menschen zu den Göttern.
Wasser sorgt für das Gleichgewicht in allen lebendigen Systemen und ist so alltäglich für uns wie die Luft zum Atmen. Es hat viele Wesen und viele Ebenen und es ist eine Quelle der Inspiration.

Der französische Physiker Jacques Benveniste vertritt die These, Wasser habe ein Gedächtnis, vergesse nichts von dem, was es erfahren habe und fungiere als Informationsüberträger. Diese These könnte auch als Erklärungsmodell für die Wirksamkeit hochpotenzierter Arzneien in der Homöopathie dienen. Dr. Bach verwendete für seine Bach-Blüten-Arzneien unberührtes Wasser einer „heiligen“ Quelle.
Wasser von artesischen Quellen ist rechtsdrehend, was bedeutet, dass es energiespendend, belebend und heilend wirkt. Rechtszirkulierendes Wasser soll die Fähigkeit besitzen Schadstoffe aus unserem Körper auszuschwemmen. Es wirkt als lebendiges Trägermedium, als gesundheitsförderndes weil schlackenlösendes Mittel, das uns „heil“ machen kann. So hängen unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit nicht zuletzt von der Qualität des Wassers ab, das wir täglich trinken, mit dem wir unsere Speisen zubereiten und mit dem wir uns waschen.

So wie jeder Mensch verschieden ist, so ist es auch jedes heilige Wasser. Wenn er es zulässt, wird jeder Mensch „sein“ persönliches heiliges Wasser spontan erkennen. Es ist wie ein Ruf, eine Kraft, die anzieht und der man ohne nachzudenken folgt. Dieses Mysterium kann man nicht erklären.
Heilige Quellen haben „reifes“ Wasser. Wasser ist dann reif, wenn es durch seine eigenen Kräfte durch den eigenen Druck zutage tritt (artesische Quelle). Reifes Wasser weist einen hohen Anteil kristalliner Strukturen auf. Die Wasserstoffbrücken (Cluster-Bildung) sind etwa zwanzigmal fester gebunden als in normalem Wasser. Reifes Wasser isoliert Keime und verhindert deren Wachstum, dies erklärt auch die fast unbegrenzte Haltbarkeit, die jeder „Abfüller“ der heiligen Quelle selbst beobachten kann.

Um die meisten der „heiligen“ Quellen ranken sich Sagen und Mythen, einige entwickelten sich zu bedeutenden Wallfahrtsorten, andere wurden vergessen.

Was unterscheidet nun die einfache Berg-, Wiesen- oder Brunnenquelle von der Heilquelle oder der heiligen Quelle? Eine Heilquelle ist klar definiert. In ihr befinden sich therapeutisch wirksame Stoffe, die den anderen Wässern fehlen. Warum man jedoch Kirchen und Kapellen bei manchen Quellen baute, andere, gleichwertige aber unbeachtet ließ, ist nicht geklärt.
Es gibt eine Vielzahl bezaubernder Stellen, wo heilige Quellen noch immer ungehindert fließen dürfen und jeder Mensch sich an ihnen freuen und sie benützen kann. Häufig sind es stille Plätze ohne Rummel, wo man vollkommene Ruhe findet. Es gibt aber auch Orte, wo prachtvolle Wallfahrtskirchen gebaut wurden und man sich eines regen Besuchs erfreut. Der Eindruck ist natürlich ein subjektiver, trotzdem sind einige Orte „heiliger“ als die anderen. Offene Menschen erfahren hier seelische und geistige Reinigung.

Wenn Sie sich Quellwasser selber holen, sollten Sie das Wasser in Glasflaschen abfüllen, denn da Wasser auch Informationsträger ist, nimmt es das Schwingungsmuster der Plastikflaschen nach einer gewissen Zeit auf, was sich negativ auf die Qualität des Wassers auswirkt. Bei dunkler Lagerung in Glasflaschen bleibt reifes Quellwasser auch längere Zeit über (monatelang) frisch und gut.

Quelle: "Heilige Quellen - Steiermark, Kärnten", Siegrid Hirsch, Wolf Ruzicka

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Entdeckung der heiligen Quellen in unserem wunderschönen Land!

"Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus dem Heilbrunnen."
(aus Jesaja 12.3)

 


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VITUSQUELLE - Mineralquelle
bei St.Veit/Glan

Der Weg zur Quelle:

In St.Veit der Beschilderung zum Krankenhaus folgen. Bevor man zum Gebäudekomplex kommt, zweigt rechts eine schmale Straße ab. Diese fährt man entlang, dann sieht man nach ca. 200 Metern auf der linken Seite ein griechisches Lokal, nach weiteren 100 Metern eine Pension. Hier kann man das Auto stehen lassen. Über eine kleine Brücke führt ein Weg rechts in den Wald. Nach einigen Minuten erreicht man die Quelle.

Die Vitusquelle liegt etwas außerhalb der Stadt am Eingang in die romantische Vitusschlucht. Sie wurde früher für das bekannte „Vitusbad“ genützt. Man bot vor allem Trinkkuren an, bei den Bädern bediente man sich einfachen Bachwassers. Von dem ehemals besonders hohen Kohlensäurengehalt der „magnesitischen Kalkquelle“ ist nach erstem Anschauen nicht wirklich etwas zu bemerken. Es handelt sich um einen Halbsäuerling mit besonders hohem Gehalt an Magnesium und Kalzium, aber auch Eisen. Das Wasser kann leicht abgefüllt werden. Das tun auch manche der Spaziergänger, allerdings nur in sehr kleinem Umfang, denn es soll frisch oder zumindest sehr bald getrunken werden.
 

DIE SCHWARZE MUTTERGOTTES AM MURAUNBERG
bei Glandorf/Bezirk St.Veit/Glan

Der Weg zur Quelle:

Wenn man von St.Veit aus auf er Klagenfurter Straße Richtung Glandorf fährt, beginnt nach der OMV-Tankstelle rechts eine Forststraße. Von diesem Forstweg zweigt etwa 100 Meter später ein steiler Bergweg ab (Schild), auf dem man in ca. 15 Minuten die 150 Höhenmeter zur schwarzen Muttergottes überwindet.
Mitten im Wald steht die kleine Kapelle mit der Statue am Rand eines Bächleins.

Die neu renovierte Kapelle soll auf insgesamt drei Quellen erbaut sein. Man hat das Wasser zusammengefasst und leitet es in die wenigen Meter bis zum Bach, wo es im Fließgewässer aufgeht. Die Schüttung beträgt etwas 2 l pro Minute. Der Platz verdient Beachtung, ebenso die Quelle. Nicht von ungefähr entstehen Legenden und Sagen und werden über Generationen überliefert. Sie sind immer ein Hinweis auf etwas Außergewöhnliches und bezeichnen eine besonders starke Stelle der Erde. Wenn ein Ort dem Teufel oder einer Hexe zugeschrieben wird, muss dies nicht bedeuten, dass der Platz tatsächlich etwas Böses vermittelt. Meist strahlt er eine ungezügelte und nicht zu bändigende Energie aus, die vor Jahrhunderten, als jeder Mensch noch Naturkräfte wahrnehmen konnte, der mächtigen Kirche unbequem war.
 

NIKOLAUSWASSER
Ortschaft Steinbichl/Gemeinde Frauenstein/Bezirk St.Veit/Glan

Der Weg zur Quelle:

Man fährt in St.Veit vorbei am Krankenhaus in Richtung Nußberg und Schaumboden, dann hält man sich in Richtung Steinbichl (Beschilderung). Noch vor der Ortseinfahrt Steinbichl findet man in einer weiten Rechtskurve links den geschnitzten Brunnen.

Die Legende erzählt, dass damals, als das Wasser noch unmittelbar neben der Nikolauskirche entsprang, zwei Burschen in Streit gerieten und so aufeinander einschlugen, dass Blut floss. Dieses Blut geriet in die Quelle und entweihte den heiligen Ort. Das Wasser versiegte und suchte sich einen neuen Weg. Ähnliche Geschichten sind auch von anderen versprengten oder trockenen Quellen in Kärnten überliefert. Meist kommt die Quelle etwas entfernt vom Platz der Freveltat wieder zum Vorschein und wird von den Benützern wieder als das „heilige“ Wasser erkannt. So ist es auch in diesem Fall geschehen. Eine Zeitangabe konnte nicht herausgefunden werden.

Quelle und Wasser:

Der Brunnen wurde neu gestaltet und auch etwas versetzt, was aber der Wasserqualität keinen Abbruch tut. Hier fließt es üppig und segensreich und erfrischt den Wanderer oder den Heimgekehrten, der sich noch lange am kühlen Nass laben kann, denn es bleibt über Monate frisch.

Folgt man der Spur des Wassers nach oben, findet man noch den alten, bereits vermoderten Baumstamm, der ehemals die Quelle auffing, bereits seit vielen hundert Jahren. Es ist ein gutes Plätzchen und wird von den Anrainern auch sehr geschätzt, viele Klagenfurter bleiben stehen, um zu trinken.
 

MARIENQUELLE - Lourdesgrotte und Quellen
bei Friesach/Bezirk St.Veit/Glan

Der Weg zur Quelle:

Man fährt in Friesach Richtung Krankenhaus. Vor dem großen Krankenhausparkplatz biegt man in die Petteneggallee ein, auf der man bis zum Bioheizwerk bleibt. Hier sucht man einen Parkplatz, denn der Fußweg zur Grotte beginnt gegenüber dem Heizwerk. Der Weg ist gut ausgeschildert und gabelt sich einmal, der obere führt in etwa 5 Minuten zur Lourdesgrotte.

Trinkquellen:

Dort, wo sich der Weg gabelt und der obere Pfad zur Lourdesgrotte führt, geht der untere zu zwei weiteren Quellen, die offenbar Ausläufer der Marienquelle sind, da sie dieselbe hohe Wasserqualität besitzen. Die erste liegt kaum 50 Meter nach dem Einstieg, die zweite erreicht man nach ca. 5 Minuten Fußweg.

  Marienquelle
unterer Ausläufer

Quelle und Wasser:

Die Schwestern des Deutschen Ordens liebten die Marienquelle so sehr, dass die Frauen Friesachs ihnen Ende des 19.Jhtds. eine Lourdes nachempfundene Grotte über der Quelle errichteten. Das ist mehr als 100 Jahre her und noch immer pilgern die Schwestern hierher. Im Moment ist man gerade dabei, die Zuleitung zu erneuern, weil das Wasser nicht mehr so reichlich fließt wie ehedem. Es ist ein gesegneter und wunderbarer Ort, das spürt jeder, der sich zum Gebet niederlässt. Das Wasser ist nicht so eiskalt wie andere Bergquellen, aber doch erfrischend und gehaltvoll. Es ist rechtsdrehend, sowie auch die beiden anderen Brünnlein. Es gibt geistige Klarheit und schärft den Blick für das Wesentliche.

   

 

Marienquelle und Lourdesgrotte


ROSALIENQUELLE
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Wallfahrtskirche, Grotte und Quelle
Ortschaft Hemmaberg, Gemeinde Globasnitz, Bezirk Völkermarkt

Der Weg zur Quelle:

Der Hemmaberg mit seiner Kirche und den Ausgrabungsstätten ist gut ausgeschildert und liegt etwa 4 km von Globasnitz entfernt. Die Rosaliengrotte mit der Quelle erreicht man von der Hemmakirche aus in wenigen Minuten, man kann von oben oder unten einsteigen. Die Felswand öffnet sich zu einem breiten Spalt, der wie ein Höhleneingang wirkt, es aber nicht ist, weil das Tageslicht einfällt.

Quelle und Wasser:

Eine Quelle auf einem alten Kultplatz wird immer für heilig oder heilsam gehalten. Tatsächlich entdeckte der deutsche Forscher Willi Eugen Heiner in der Rosaliengrotte Strahlenfelder, die in ihrer positiven Stärke jenen von Lourdes gleichzusetzen sind. Viele Radiästheten haben diese Entdeckung bestätigt. In der Grotte, die zu einer Andachtsstätte umfunktioniert wurde, läuft das Wasser über zwei Holzrinnen in ein Steinbecken mit herausgehauenen Männerköpfen. Es gibt am starken Platz viel zu gewinnen. Einerseits das herrliche Felswasser, leicht abzufüllen und zu transportieren, andererseits das Bewusstsein, sich auf ältestem Kultboden zu befinden, an einem Ort, den schon die Ururahnen ehrten. Hier ist immer Betrieb, viele Menschen kommen, trinken oder waschen sich die Augen aus, manche befüllen ihre Flaschen. Das Wasser soll Gesundheit für das ganze Jahr schenken und hilft bei Augenleiden.